Terror gegen Borussia: Mit Optionsscheinen gegen den BVB

Neue Erkenntnisse der Polizei im Fall des Terroranschlags auf den Mannschaftsbus des BVB: Die am 11. April gelegten Bomben wurden wohl von einem kriminellen Täter gezündet, der den Aktienkurs des BVB mithilfe von Optionsscheinen beeinflussen wollte, um damit Millionen zu verdienen. Doch wie sollte die perfide Wette eigentlich funktionieren? Wir klären auf.

BVB-Logo
Der BVB im Fadenkreuz des Terrors. Mit Put-Optionsscheinen wollte der Täter durch den Anschlag vom fallenden Aktienkurs profitieren. Bildquelle: Wikipedia

 Eine Idee, die an krimineller Energie kaum zu übertreffen ist: Um am fallenden Aktienkurs des BVB Geld zu verdienen, zündete laut aktuellen Informationen der inzwischen festgenommene Täter mehrere Bomben, die den Mannschaftsbus schwer beschädigten und den BVB-Spieler Marc Barta an der Hand verletzten. Letzterer befindet sich derzeit auf dem Wege der Besserung. Er hatte durch die Explosion einen Bruch der Speiche erlitten und sich Splitterwunden am Arm zugezogen.

Das Motiv: Habgier

Zahlreiche Bürger und Börsenlaien fragen sich derzeit: Welchen Sinn macht es, einen Aktienkurs in den Boden rammen zu wollen? Doch Insider wissen, dass man nicht nur an steigenden, sondern auch an fallenden Kursen verdienen kann, sofern man das richtige Handelsinstrument auswählt. Laut Innenminister Lothar de Maizière handelte der Täter in einer „besonders widerwärtigen Form von Habgier“. Um von dem fallenden BVB-Aktienkurs zu profitieren, setzte der Elektrotechniker Menschenleben aufs Spiel und richtete zudem großen Sachschaden an. Die Aufklärung des Falls gestaltete sich zunächst äußerst schwierig, da insgesamt drei Bekennerschreiben aus verschiedenen Kreisen vorlagen und auf die falsche Fährte führten. Nach mehreren Tagen der Observation schlug heute ein Team der GSG9 zu und nahm den Täter dingfest. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gab es keine Mittäter.

Die Aktie des BVB im Zeitraum 01.04.2017 bis 21.04.2017

Gewinnen mit fallenden Kursen – so geht’s

Laut aktuellen Informationen der Staatsanwaltschaft soll der Täter „rund 78.000 Euro Kredit aufgenommen haben, um mit Derivaten (Put-Optionen) auf den Absturz der BVB-Aktie zu wetten. Um hierbei etwas „nachzuhelfen“ legte er die Sprengsätze an der Strecke des Busses. Wäre sein Plan aufgegangen, hätte er wohl je nach Hebel und Höhe des Kursverfalls einen Gewinn in Millionenhöhe eingestrichen. Um den Sachverhalt zu verdeutlichen, bringen wir ein Praxisbeispiel.

Zum Zeitpunkt des Anschlags stand die Aktie bei rund 5,70 Euro. Die darauffolgenden Tage rutschte die Aktie tatsächlich auf einen Wert von 5,40 ab. Put-Optionsscheine erlauben dem Käufer normalerweise, eine bestimmte Menge an Aktien innerhalb eines vorher definierten Zeitraums zu verkaufen, egal wo sie zu diesem Zeitpunkt tatsächlich notiert. Um von diesem Recht profitieren zu können, muss die Aktie natürlich vorher fallen, da ich sie ja günstiger erwerben und mit Gewinn an meinen Gegenspieler verkaufen kann. Noch interessanter wird diese Wette natürlich mit Hebel, wodurch man noch mehr Aktien kaufen kann als man an Eigenkapital mitbringt. Das Gegenteil davon wäre ein Call Optionsschein.  Konsultieren wir einmal den Optionsscheinrechner von Onvista , was denn so eine Wette im Ernstfall gebracht hätte:

put-optionsschein-bvb
Der Absturz der BVB-Aktie auf 3,00 Euro würde dem Käufer dieses Puts mit Laufzeit 16.06. eine Rendite von 1.1747,32% einbringen. Mit einem Einsatz von 78.000 Euro hätte man dadurch schnell die Millionengrenze geknackt. Quelle: Onvista Optionsscheinrechner

Fazit

Der Vorfall kam ans Licht, da die Bank, die dem Täter den Kredit vermittelte, Verdacht schöpfte. Eine Tat, die an krimineller Energie kaum zu überbieten ist, wurde nun zum Glück aufgeklärt. Den Spielern, Fans und Angehörigen bleibt zu wünschen, dass sie den Vorfall bald verarbeitet haben.

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