AMP Futures Erfahrungen: Kontoeröffnung und Trading

Wenn es um das Thema Trading geht, ist Deutschland im Grunde ein Entwicklungsland. Je intensiver man sich mit der Materie “Futures Trading” beschäftigt, desto offensichtlicher werden die Mängel sowohl in Bezug auf die Trading-Ausbildung in Deutschland wie auf das Angebot diverser Futures-Broker.

Sowohl die Auswahl von Handelsplattformen wie auch Trading-Konditionen lassen bei deutschen Brokern meistens zu wünschen übrig. Dies musste man schon im Fall der Trademiner-Software feststellen, für die es nicht mal eine deutsche Übersetzung gibt, bis ich das Problem in die Hand nahm und eine Tutorial-Reihe auf deutsch abgedreht habe, die sich jetzt jeder auf YouTube ansehen kann. Der Fall ist klar: der Deutsche Markt ist übergeordet relativ uninteressant für solche Angebote. Auch hier wird mal wieder deutlich, dass das Trading im Grunde aus Amerika kommt und dort eine weitaus größere Tradition hat als hierzulande. So freuen sich zum Beispiel auch die meisten Amerikamer über den Siegeszug des Dow Jones seit des Amtsantritts von Donald Trump, weil im Grunde jeder Amerikaner irgendwie irgendwo ein paar Aktien hat, während der traditionelle Deutsche das gute alte Sparkonto mit Negativzinsen und astronomischen Kontoführungsgebühren weiterhin bevorzugt: Hauptsache “sicher!” Während in den USA über 50 Prozent der Anleger von den Vorteilen der Aktienanlage profitieren, gelten die Deutschen als Aktienmuffel und scheuen das vermeintliche Risiko. Doch kommen wir weg vom Thema Aktien hin zum Futures Trading. Welche Anforderungen stelle ich an meinen Futures-Broker? Nun, hier müssen wir ein bisschen unterscheiden, denn es kommt darauf an, was wir überhaupt vorhaben mit unseren Futures. Wer sich einfach nur die Futures-Daten ansehen möchte und weiterhin andere Derivate handeln möchte, der dies auch über einen deutschen Broker tun. Wenn man jedoch eine große Auswahl an Handelsplattformen mit vielen verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten haben möchte, mit denen z. B. auch professionelle Prop-Trader und Hedge Fonds arbeiten, dann kommt man um einen Broker mit vielseitigem Angebot nicht herum. Wie sieht es hier in Deutschland aus? Mit viel Glück gibt es vielleicht 2 verschiedene Plattformen, die meist auch noch vom Broker selbst “entwickelt” wurden und mit denen man sich zufrieden geben soll. Sicherlich – einige deutsche  Broker gestatten es, eine professionelle Futures-Handelsplattform wie Volfix, Multicharts oder TT anzubinden, jedoch nicht sehr viele und wenn, dann häufig zu merkwürdigen Konditionen. Was nun aber, wenn es auf der anderen Seite des Atlantiks einen Broker gibt, der nicht nur viele dieser tollen Plattformen teilweise kostenlos anbietet, sondern auch noch kompetenten Support und einmalig günstige Kommissionen? Wohl dem, der Englisch spricht, denn dann steht dem fröhlichen Start in die Welt der Futures nichts mehr im Wege.

Englisch ist Pflicht

Wenngleich heute Englisch eigentlich schon fast zur Alltagssprache geworden ist für die meisten, so gibt es noch immer Mitbürger, die nicht oder nur sehr schlecht Englisch können. Als studierter Sprachwissenschaftler, der auch noch über ein längeren Zeitraum in Brighton gelebt hat um dort eine Ausbildung zu absolvieren, fiel diese Sprachbarriere für mich aus und so stand dem Experiment “Ein Konto bei AMP eröffnen” nichts mehr im Weg. Für alle, die ein AMP-Konto über meinen Link eröffnen und dabei etwas Hilfe brauchen, stehe ich daher per E-Mail mit Rat und Tat zur Seite – zumindest was die Kontoeröffnung und den Umgang mit dem MT5 und Multicharts.NET betrifft.

WARUM überhaupt Futures?

Die Frage ist berechtigt, doch werden alle Für- und Widers in den untenstehenden Video-Tutorials zur Einführung in das Futures Trading am Ende dieses Artikels eindeutig beantwortet. Denn sowohl beim CFD-Handel als auch beim Futures-Handel gibt es Vor- und Nachteile, die man kennen sollte. Das Bild ist keineswegs so schwarz/weiß, wie es von zahlreichen YouTubern oder Coaches immer gemalt wird. Tatsächlich gibt es auch im CFD einige gravierende Vorteile. Dennoch hat der Future einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem CFD oder anderen von Banken emittierten Derivaten: Wir können alle Aktionen der Käufer und Verkäufer im Orderbuch oder in der T&S in Echtzeit sehen – ob wir den Trade dann im Future direkt oder im CFD oder einem anderen Derivat absetzen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wer sich für das Thema “Volume Profiling“, “Orderflow Trading“,  “Footprint-Charts” und “Orderbuch” interessiert, kommt jedenfalls um ein echtes Futures-Konto nicht herum. Dabei kann man auch, durchaus auch geschickt, die Vorteile von CFDs mit denen von Futures kombinieren und dabei die Nachteile von beiden möglichst ausschalten oder klein halten.

MiFID2: Auf in eine ungewisse Trader-Zukunft!

Ein weiterer Punkt, weswegen man sich spätestens jetzt einmal mit dem Thema Futures beschäftigen sollte, ist der aktuelle Regulierungs-Amoklauf innerhalb der Europäischen Union, was den OTC-Handel betrifft, besser bekannt unter dem Kürzel MiFID 2. Derzeit kann noch niemand sagen, inwiefern uns das Forex- und CFD-Trading in seiner Form erhalten bleibt, jedoch erreichen uns täglich neue Horrormeldungen. Es hängt derzeit der Fade Nachgeschmack in der Luft, dass man das Geld, was im OTC-Handel regelmäßig “verbraten” wird, lieber auf traditionellen (europäischen) Bankkonten sehen würde, was unter dem Deckmantel des “Anlegerschutzes” natürlich perfekt verkauft werden kann. Im Gegensatz zum OTC-Handel kann der Futures-Handel jedoch niemals verboten werden, da dies zum sofortigen Zusammenbruch der gesamten Weltwirtschaft führen würde. Ein Futures-Handelsverbot wäre nur bei Einführung eines weltweiten Kommunismus vorstellbar, was hoffentlich für immer und ewig grausame Science Fiction bleibt. Summa summarum schadet es nicht, sich bereits jetzt ein bisschen mit dem Handel von Futures auseinanderzusetzen, um im Ernstfall weiterhin Handlungsfähig zu sein und seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

AMP Futures Handelsplattformen: The Sky is the Limit!

So entschied ich mich also nach etwas längerer Recherche für den amerikanischen Broker AMP Futures, der mich nicht nur in Bezug auf sein umfangreiches Angebot und seine günstigen Konditionen  überzeugte, sondern auch durch die vielen positiven Bewertungen anderer Nutzer und den kompetenten Support. Folgende Handelsplattformen stehen bei AMP zur Auswahl:

  • Multicharts.NET (kostenlos)
  • Metatrader 5 (kostenlos)
  • TT Platform
  • Trading View
  • Market Delta Cloud
  • Sierra Chart
  • R | Trader Pro
  • CQG QTrader
  • CTS
  • MotiveWave
  • CQGM Mobile
  • ADL
  • Volfix
  • Zlantrader
  • Qcaid
  • AMP Webtrader
  • TigerTrade
  • Multicharts 9.1
  • VeloxPro
  • ATAS
  • TradeNavigator
  • Investor/RT
  • AgenaTrader
  • eSignal
  • MarketDeltaCharts
  • Veritian
  • ScalpTool
  • uvm.

Plattform Kosten und Gebühren: Richtig Free, ein bisschen Free und gar nicht Free

Professionelle Futures-Trading-Plattformen kosten in der Regel einen Haufen Geld, sei es als Einmalzahlung oder als monatliche Miete. In der Regel sind diese Preise auch gerechtfertigt, da sie tolle Funktionen aufweisen, mit denen ein handelsüblicher Metatrader von der Stange nicht mitkommt. Dennoch wird man durch eine hohe Plattform-Gebühr zusätzlich unter Druck gesetzt, Performance zu bringen, denn außer den Plattform-Gebühren kommen ja auch noch Orderkosten, Datenfeed und Börsengebühren (gering) oben drauf. Einziger Lichtblick: Da wir bei AMP in den USA traden, werden die Steuern nicht direkt am Monatsende abgeführt sondern können am Jahresende kumuliert versteuert werden. Betrachten wir die Auswahl der Handelsplattformen auf der AMP-Seite, dann können wir sagen, dass die “grünen Plattformen” komplett kostenlos sind, die “gelben Plattformen” sind eingeschränkt kostenlos, das heißt nur in Verbindung mit einem bestimmten Datenfeed und/oder eingeschränkten Funktionen, die “grauen Plattformen” sind gebührenpflichtig.

amp-handelsplattform
Die Handelsplattformen bei AMP sind in 3 Kategorien unterteilt: kostenlos (grün) eingeschränkt kostenlos (gelb) und kostenpflichtig (grau)

Die Wahl der richtigen Handelsplattform

Bei der Wahl der richtigen Futures-Handelsplattform sollten wir jedoch nicht alleine auf die monatlichen oder jährlichen Gebühren schauen. Dabei kann man für solche Plattformen in der Regel von 50 Euro im Monat bis 1.500 Euro im Jahr alles bezahlen. Einige Anbieter verkaufen auch eine Lifetime-Lizenz, für die man sich am besten entscheidet, wenn man sich sicher ist, dass man mit dieser Handelsplattform alt werden möchte. Im Mittelpunkt  der Wahl sollte jedoch weniger der Preis als die Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit stehen. Schließlich wollen wir die Plattform nutzen, um professionell Geld zu verdienen. Außerdem müssen wir uns über eines klar werden:

  • Was wollen wir überhaupt mit der Futures-Plattform erreichen?

Um einfach nur die Futures-Kursdaten abzurufen und anzusehen langt ein rudimentär ausgestatteter MT5. Da ich aber gerne den totalen Überblick haben möchte muss die Handelsplattform Folgendes können:

  • Volume Profile
  • Market Profile
  • Footprint Charts
  • Delta Imbalance
  • Orderbuch

Auf all diese Themen werden wir im Laufe des Jahres noch detaillierter eingehen, daher lohnt es sich bereits jetzt, den YouTube-Kanal zu abonnieren. Letzten Endes kamen nach diesem Anforderungskatalog für meine Zwecke folgende Plattformen in die engere Auswahl:

  • Multicharts.NET
  • Volfix.NET
  • ATAS
  • MarketDelta Cloud

und mit Sicherheit noch einige weitere Plattformen, die aus Zeitgründen nicht weiter angesehen und/oder getestet wurden. Auch der NinjaTrader ist für diese Art der Volumenanalyse geeignet, jedoch muss man sich die einzelnen Komponenten mit Plugins zusammenstellen, was ich nicht wollte. Letzten Endes habe ich mich für die Plattform Multicharts.NET entschieden, da diese Plattformen all meine Anforderungen erfüllt und von Seiten des Brokers stets ein kompetenter Support zu haben ist.

multicharts.net
Mit Multicharts.Net kann der ambitionierte Futures Trader alles darstellen, was das Traderherz begehrt: Volume Profile, Market Profile, Orderbuch und Footprint Charts. Und das alles kostenlos, sofern man ein Live-Konto eröffnet.

Kontoeröffnung: Tipps & Tricks

Zunächst einmal müssen wir ganz normal das Registrierungsformular ausfüllen, wie wir es von vielen anderen Brokern bereits kennen. Im Anschluss heißt es erst mal warten, denn die Prüfung dauert in der Regel etwas länger als in Europa. Außer den üblichen Nachweisen wie Reisepass (Personalausweis), Proof of Residence (Festnetz-Rechnung oder Bestätigung des Einwohnermeldeamts) und der Bestätigung der E-Mail-Adresse muss man noch eine etwas ausführlichere Beschreibung seiner beruflichen Tätigkeit(en) liefern. Dies dient der Einstufung für den Datenfeed und hier tut man als Trader gut daran, sich als non-professional einstufen zu lassen, denn die Datenfeed-Gebühren für Professional-Trader sind um einiges höher als für Non-Professionals:

Beispiel: Während das gesamte CME Bundle 15 USD/Monat für non-professional Trader kostet ($5 pro Einzelbörse), müssen Professional Trader 340 USD/Monat für dieselben Daten hinblättern. Als professional Trader gilt man jedoch in der Regel nur dann, wenn man im Rahmen einer Firma für andere tradet oder die Daten für die Weitergabe an seine Kunden benutzt.

Wer mit dem Englischen Schwierigkeiten hat, den unterstütze ich gerne bei seiner Job-Beschreibung, sofern er das AMP-Konto über diesen Link eröffnet und mir dadurch als Kunde zugeordnet wird.

Plattform-Auswahl: Tipps & Tricks

Bei der Plattform-Auswahl habe ich mich zunächst für den MT5 mit CGQ-Datenfeed entschieden, da CQG als Datenanbieter eine sehr gute Qualität von bis zu 1.000 Ticks/Sekunde überträgt und das genaueste Marktvolumen abbildet. Zudem hab ich einige Indikatoren und Zusatztools für den MT5, der sich perfekt auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt, sodass es nicht schadet, über diesen auch Futures handeln zu können. Das heißt jedoch nicht, dass manmit diesem Setup bei AMP an den MT5 gebunden ist. Mit den zugesandten Daten von CQG kann man sich in jede der angebotenen Plattformen einloggen und nutzen. Dabei kann man den MT5 problemlos mit anderen Plattformen zur selben Zeit nutzen, möchte man andere Plattformen gleichzeitig nutzen (z. B. ATAS & Multicharts oder Volfix & Multicharts) muss man die Multi-Datenfeed-Lizenz für zusätzliche 10 USD/Monat buchen. Als Zweitplattform dient mir Multicharts.NET, wo ich die gesamte Palette des Orderflow-Tradings nutzen kann.

Achtung Download!

Wer die kostenlosen oder eingeschränkt kostenlosen Plattformen von AMP nutzen möchte, muss diese auch auf der AMP-Seite runterladen! Denn es handelt sich hierbei meist um leicht von AMP modifizierte Plattformen, die teilweise in ihrem vollem Funktionsumfang etwas eingeschränkt sind. Im Fall von Multicharts.NET sind es wohl nur einige Programmierfunktionen die fehlen, die für einen diskretionären Trader aber völlig überflüssig sind.

Beispiel: Wer künftig gerne mit Multicharts.NET arbeiten und dabei die kostenlose AMP-Variante nutzen möchte, der muss auch die AMP-Version hier runterladen. Wer die Plattform auf den Seiten des Herstellers herunterlädt, bekommt Probleme mit dem Login und wird Stunden im Support verbringen, bis klar wird, warum es nicht funktioniert. Natürlich kann man auch die ganz normalen kostenpflichtigen Versionen der Plattformen der Hersteller nutzen und mit AMP verbinden, dann muss man diese jedoch gesondert an den Hersteller bezahlen.

AMP-Konto kapitalisieren & Geld in die USA überweisen

Tipps zur Kapitalisierung des AMP-Kontos in den USA erfahrt ihr im Video-Tutorial am Ende des Artikels.

Einführung in Multicharts & Einführung ins Volumentrading

Wer sich für das volumengestützte Trading interessiert, sollte spätestens jetzt den YouTube-Kanal und/oder den RSS-Feed dieser Seite abonnieren, da im Laufe des Jahres weitere spannende Tutorials zum Thema erscheinen werden.

Video-Tutorial: Einführung ins Futures Trading mit AMP Futures

Devisenhandel

RISIKOWARNUNG: Devisen-, Futures- und CFD-Handel auf Margin ist mit einem hohen Risiko verbunden und ist daher nicht für jeden Anleger geeignet. Alle Finanzprodukte mit Hebelwirkung bergen ein hohes Risiko für Ihr Kapital. Mit dem Handel solcher Finanzprodukte können Sie Ihre gesamte Einlage verlieren. Bevor Sie handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Investitionsziele, finanziellen Umstände, Bedürfnisse sowie Ihren Erfahrungsstand und Ihre Sachkenntnis in Betracht ziehen. Der Inhalt dieser Website darf nicht als persönliche Anlageberatung verstanden werden. Durch den Handel und die Spekulation mit Devisen, könnten Sie einen Teil oder den kompletten Verlust Ihrer hinterlegten Geldeinlage erleiden und sollten deshalb nicht mit Kapital spekulieren, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können. Seien Sie sich aller Risiken bewusst die mit dem Devisenhandel verbunden sind. VERGÜTUNG: Im Rahmen von Partnerprogrammen kann die erfolgreiche Promotion von auf dieser Webseite gelisteten Anbietern vergütet werden. Alle über unseren Link eröffneten Live-Konten berechtigen zum kostenlosen E-Mail-Support unter info [at] devisen-handeln.org zu den Themengebieten Daytrading, Swing Trading und Social Trading.

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