Daily Charts, 19.01.2016

In der ersten Ausgabe von „Daily Charts“ im Jahr 2016 werfen wir einen Rückblick auf die vergangenen Tage und Wochen sowie lukrative Chartformationen in den Werten EURUSD, WTI, DAX, AUDUSD, und USDJPY.

Der EURUSD ist seit Silvester in einer schwierig zu handelnden und nervigen Seitwärtsphase gefangen. Ein klarer Trend auf dem Stundenchart ist nicht erkennbar, vielmehr pendelt die europäische Gemeinschaftswährung zwischen der Marke von 1.10 und 1.08. Die Vergangenheit zeigt, dass der EURUSD solche Phasen oftmals sehr lange durchhalten kann, bis sich daraus wieder ein Trend entwickelt. Auf dem übergeordneten Wochenchart sind wir natürlich immer noch in Short-Richtung unterwegs und für eine charttechnische Bodenbildung sollte der Euro eigentlich zumindest noch ein Standbein auf der 1.05 ausbilden. Aber … alles kann im Trading und nichts muss, daher sollte man im Euro am besten auf den Ausbruch warten und sich solange an der Seitenlinie halten. Ein technisch sauberer Trade in Long-Richtung ergab sich am 61.8er-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung seit Jahresbeginn, die sich allerdings bislang nicht voll entwickeln konnte, um einen Ausbruch aus der Seitwärtsphase auszulösen. Medialer Dauerbrenner in diesen Tagen das WTI-Öl. Das amerikanische Crude-Oil räumt eine Unterstützung nach der anderen ab und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran verursachte noch mal einen Schub nach unten. Von einer Bodenbildung ist bislang nichts erkennbar. Schlechte Marktdaten aus China lassen auf eine niedrigere Nachfrage schließen, während die klassischen Öl-Förderländer Saudi Arabien, Russland und Venezuela ihre Förderung nicht einfach drosseln können, da ihnen sonst wichtige Einnahmen im Staatshaushalt fehlen. Saisonal betrachtet könnte sich bald ein Boden im Öl ausbilden, im Februar sollten wir diesem Wert einmal höhere Aufmerksamkeit schenken. Ein Short-Einstieg bot sich auf dem H4-Chart an, nach dem Bruch einer bärischen Flagge auf der Marke von 37.15 USD/Barrel. Auch der DAX bekommt langsam die Auswirkungen der sich abschwächenden Wirtschaft in Fernost zu spüren. Dass unterdessen wichtige italienische Banken von ihren Kunden gerettet werden müssen, findet in den deutschen Mainstream-Medien keine Erwähnung – ist da wohl etwas Größeres im Busch, was die EU mittelfristig richtig beuteln wird? Die erfolgsverwöhnten DAX-Anleger sind vom Jahresauftakt 2016 jedenfalls mehr als enttäuscht: Wo bleibt die Jahresanfangs-Rallye? Immerhin, bislang konnte der wichtige Support auf der Marke von 9.326 Punkten knapp verteidigt werden. Fällt diese Marke, sieht es jedoch schlecht aus für die DAX-Bullen. Ein Short-Einstieg ergab sich nach einer vollendeten SKS-Formation auf dem Daily-Chart auf der Marke von 10.143 Punkten, die er bis heute nicht zurückerobern konnte. Auch der AUDUSD ist als Rohstoffwährung im Zuge des Ölpreisverfalls stark unter die Räder gekommen. Auf Abverkäufe am Aktienmarkt reagiert der Aussi-Dollar stets empfindlich, in der Not flüchten die Anleger lieber in den US-Dollar. Von einer Bodenbildung ist bislang nichts zu sehen, auch wenn wir mittlerweile in die Region wichtiger Allzeit-Tiefs aus dem Jahre 2008 vordringen. Die bullischen Gegenbewegungen könnten also ab jetzt etwas heftiger ausfallen. Short-Einstiege ergaben sich stets beim brechen bärischer Flaggen, wie zuletzt im H4-Chart auf der Marke von 0.7275. Der USDJPY kommt aktuell stärker zurück, musste aber in der Folge des heftigen Abverkaufs an den Börsen ebenfalls Federn lassen. Eine 3er-Bestätigung auf der Marke 123.62 lieferte das Signal für den Short-Einstieg. Auf dem großen Bild könnten wir es hier langsam mit einer Top-Formation zu tun bekommen.

EURUSD, H1, 13.01.2016: Pullback auf 61.8er Retracement

EURUSDH1
EURUSDH1

WTI, H4, 05.01.2016: Bruch bärischer Flagge

WTIH4
WTIH4

DAX, D1, 13.01.2016: SKS

[DAX30]Daily
[DAX30]Daily

AUDUSD, H4, 31.12.2015: Bruch bärischer Flagge

AUDUSDH4
AUDUSDH4

USDJPY, H4, 02.12.2015: 3er-Bestätigung

USDJPYH4
USDJPYH4

devisenhandel

Daytrader

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