Über verschiedene Forex Broker erhalten Anleger aus aller Welt Zugang zum Devisenmarkt. Obgleich die Wertschwankungen an diesem Markt gering sind, birgt der Handel mit Devisen hohe Gewinnchancen. Und das Dank des Einsatzes von Hebeln. Gleichzeitig steigt damit allerdings auch die Gefahr eines Verlustes. Daher ist der Devisenhandel nur für robuste Naturen zu empfehlen.

Seit einiger Zeit ist der Devisenmarkt in Aufruhr. Die Schuldenkrise in Griechenland lässt Anleger aus aller Welt an der Stabilität des Euro zweifeln. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet, dennoch verlor die Europäische Gemeinschaftswährung innerhalb kurzer Zeit 7% an Wert. Auf den ersten Blick sieht das nicht besonders viel aus, für Devisenbroker ist das jedoch viel.

Denn die können ihren Einsatz um das Hundertfache hebeln. So reichen winzige Bewegungen des Wechselkurses aus, um das eingesetzte Kapital innerhalb kürzester Zeit zu verdoppeln  – oder komplett auszulöschen. Mittlerweile haben über die verschiedenen FX-Broker auch Privatanleger Zugang zu dem lukrativen Devisenmarkt. Diese stellen Anfängern zahlreiche Hilfestellungen in Form von Charts, Videos, Echtzeitkursen und automatisierten Systemen zur Verfügung. Das Angebot ist riesig: Als Anleger hat man die Qual der Wahl zwischen 200 Währungspaaren.

Börsenzeiten adé!

Im Gegensatz zum Handel mit Aktien gibt es im Devisenhandel keine Schlussglocke. Wer nachtaktiv ist, kann sich auch dann noch an den Dollar-Charts austoben, wenn andere längst schlafen. Unterbrochen wird der Devisenhandel nur von Freitagaben MEZ, wenn die Börse in New York schließt, bis zum Sonntagabend, wenn australische Börse die neue Handelswoche eröffnet.

Wer tradet mit?

Mittlerweile tummeln sich mehr als ein Dutzend Forex Broker auf den Anbietermarkt und buhlt um neue Kunden. Derzeit handeln in Deutschland rund 50.000 Menschen mit Devisen, Tendenz nach oben. Das Potenzial liegt bei 250.000 möglichen Tradern. Die Gruppe der Devisen-Freaks ist überschaubar und so gliedern sie sich im Wesentlichen in 3 Gruppen:

1. Konservative Anleger, die Fremdwährungspositionen absichern wollen.

2. Investoren, die hohe Gewinne einfahren wollen.

3. Daytrader und Scalper, die kurz in den Markt einsteigen und mit hohem Hebel spekulieren.

Die Letztgenannten bilden die größte Gruppe. Dabei wird es auch Privatanlegern leicht gemacht, auf den Markt zu drängen. Die kleinste Kontraktgröße liegt im Devisenhandel bei 100.000 Einheiten der Basiswährung – in der Fachsprache auch Lot genannt. Kleinanleger können meist schon Positionen ab 0,1 Lot eröffnen. Handelt man mit dem Euro, kauft man einen Kontrakt im Wert von 10.000 Euro.

Dieser Betrag entspricht aber nicht dem tatsächlichen Kapitaleinsatz. Investieren muss man als Anleger nur einen Bruchteil. Der Rest wird vom Broker aufgestockt. Wichtig dabei: Je höher der Hebel, desto größer ist auch das Risiko. Verändert sich der Wechselkurs zum Nachteil des Anlegers, kann er die Position kaum aussitzen, bis sie liquidiert wird.

Beispiel: Ein Trader kauft einen Kontrakt im Wert von 100.000 Euro, investiert aber nur 1000 Euro. Der Hebel beträgt damit 1:100. Das eingesetzte Eigenkapital dient damit nur als Sicherheit, auch Margin genannt, die darüber bestimmt, wann die Position liquidiert wird. Verliert der Kontrakt nur einen Prozent an Wert, hat der Anleger seinen Einsatz bereits komplett verspielt.

Während einige Forex Broker variable Hebel anbieten,  gibt es bei anderen nur fixe Hebel. Um das Risiko zu senken, müssen Anbieter bei letztgenannten kleinere Kontrakte wählen. So haben sie mehr Zeit, eine unvorteilhafte Kursentwicklung auszusitzen. Wer, wie im angeführten Beispiel, 1000 Euro einsetzt, aber nur einen Kontrakt für 10.000 Euro kauft, kann einen Wertverlust bis zu zehn Prozent aushalten. Alternativ können Anleger bei gleicher Kontraktgröße die Margin erhöhen, womit sie jedoch gleichzeitig mehr Geld aufs Spiel setzen. FX-Broker empfehlen daher grundsätzlich zur Absicherung das Setzen einer Stop-Loss-Order, um den Verlust in Grenzen zu halten.

Risiko begrenzen

Zusätzlich verschicken Anbieter eine automatische Nachricht, sobald das Eigenkapital eine bestimmte Deckungsgrenze unterschreitet. Anschließend können die Anleger ihre Sicherheitssumme aufstocken, um eine frühzeitige Auflösung der Position zu verhindern. Der sogenannte Margin-Call wird normalerweise bei 30 Prozent der eingezahlten Margin ausgelöst. Damit sollen die Anleger vor einem Totalverlust und Nachschusspflichten geschützt werden.

Die Kurse erhalten die Broker meist von den Kreditinstituten. Die Marge des Brokers beläuft sich im Pip-Bereich (Percentage in Point). Ein Pip entspricht der vierten Stelle nach dem Komma des Kurses. Je liquider das Währungspaar ist, desto geringer fällt der Spread aus. Bei Brokern im Ausland sollte der Anleger bedenken, dass diese die Abgeltungssteuer nicht automatisch einbehalten. Die Gewinne aus dem Devisenhandel müssen daher nachträglich versteuert werden.

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  2 Responses to “Devisenhandel: Hohes Risiko aber auch hohe Chancen”

  1. Hallo Devisenhändler
    Ich finde es gut, dass Du auf die Risiken des Forex Tradings aufmerksam machst. Zu viele Trader denken, dass das Geld auf der Strasse liegt und dass sie schnell mal ein “Forex Millionär” werden können – siehe die vielen Suchanfrage nach diesem Begriff!

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