Wichtige Fachbegriffe
Das Daytrading-Glossar für Trading-Anfänger.

Wie auch andere Fachgebiete, egal ob es sich dabei um Reitsport oder Kaninchenzucht handelt, hat das Segment Daytrading seine eigenen Fachbegriffe, mit denen die Forex-Broker aber auch die Trader um sich werfen. Der Anfänger weiß mit den zahlreichen Spezialbegriffen wie Pip oder Margin häufig erst mal nichts anzufangen. Daher gibt es hier ein kleines Forex-Glossar, in dem die wichtigsten Fachgebriffe erklärt werden. Beachten Sie auch unser dynamisches Trading-Glossar rund um das Thema Trading auf Forex News, welches ständig erweitert und oftmals mit Videoerläuterungen untermauert wird.
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Abwertung
Unter einer Abwertung versteht man den Wertefall einer Währung im Vergleich zu einer anderen Währung (Aufwertung ->).
Arbitrage
(Theoretisch) risikoloser Gewinn, zum Beispiel Kauf einer Aktie an Börse A zu 9,90 Euro und gleichzeitiger Verkauf an Börse B zu 10,00 Euro. In der Praxis verbleibt ein Restrisiko von Preisveränderungen. Arbitrage wird heute überwiegend von Computerprogrammen durchgeführt (HFT Trading) und ist daher in der Regel diskretionär nicht mehr profitabel.
Ask
Der Ask (oder Briefkurs ->) ist der Wechselkurs, zu dem die Basiswährung einem anderen zum Kauf angeboten wird.
ATR
Average True Range: Durchschnittliche wahre Handelsspanne für einen bestimmten Zeitraum - ein im Trading oft angewendetes Maß für die Volatilität. Die Standardeinstellung umfasst 14 Perioden.
Aufwertung
Die Aufwertung ist ein Anstieg im Wert einer Währung im Vergleich zu einer anderen Währung (Abwertung ->)
Backwardation
Gegenteil von Contango -> Invertierung der Terminstrukturkurve, wenn die nächstfälligen Kontrakte höher notieren als später fällige Kontrakte.
Basispreis
Der Basispreis, auch Ausführungspreis oder Strike-Preis genannt, ist eine wichtige Komponente von Optionen und anderen derivativen Finanzinstrumenten. Er bezeichnet den Preis, zu dem man den Basiswert am Ausübungsdatum (Verfallstag, Stichtag) (ver)kaufen kann.
Basispunkt
Der Basispunkt ist der hundertste Teil eines Prozentpunktes (= 0,01 Prozent)
Basiswährung
Die Währung, die als Basis für den Wechselkurs -> genutzt wird, bezeichnet man als Basiswährung. Häufig ist dies der US-Dollar (USD). Die Basiswährung steht in der Quotierung -> an erster Stelle (zum Beispiel USD/JPY)
Bid
Siehe Geldkurs ->
Big Figure
Big Figure ist die Größenordnung, in der gehandelt wird. In der Regel die um zwei Dezimalstellen gekürzte Quotierung ->
Bonuslevel
Bei Bonuszertifikaten wird der Bonusbetrag zum Laufzeitende gezahlt, wenn die Barriere zu keinem Zeitpunkt während der Laufzeit berührt oder unterschritten (bei Short-Zertifikaten überschritten) wurde. Wurde die Barriere dagegen verletzt, partizipiert der Anleger direkt an den Wertsteigerungen/Verlusten des Basiswerts.
Break Even
Kurs, ab dem ein Trade die Gewinnschwelle erreicht beziehungsweise Kurs, bei dem ein Trade plus/minus Null geschlossen werden kann.
Briefkurs
Siehe Ask ->
Buchgewinn/Buchverlust
Der Buchgewinn ist ein nicht realisierter Gewinn (oder Verlust) aus offenen Positionen.
Call
Option auf steigende Kurse (Long). Gegenteil von Put ->
Cap
Definierter Höchstbetrag, bis zu dem der Besitzer eines Derivats von Kursgewinnen oder -verlusten des Basiswertes profitiert.
CFD
Contracts for Difference, deren Kurs dem Basiswert entspricht und mit denen Trader gehebelt (auf Margin) handeln können.
Contango
Gegenteil von Backwardation -> Normaler Verlauf der Terminstrukturkurve mit niedrigeren Kursen der nächstfälligen Kontrakte im Vergleich zu später fälligen Kontrakten.
Crossrate
Die Crossrate ist ein Wechselkurs ohne dass der US-Dollar involviert ist. Im Interbanken-Markt wird man beispielsweise keine attraktive direkte Quotierung des Hong-Kong-Dollar gegen Ungarische Forint finden, allerdings mit Sicherheit jeweils eine liquide Quotierung gegenüber dem US-Dollar. Möchte man nun zum Beispiel einige Hong-Kong-Dollars in Ungarische Forints umtauschen, dann wird man normalerweise einen Umweg über den US-Dollar gehen. Zuerst tauscht man die Hong-Kong-Dollars in USD. Anschließend tauscht man diese in Ungarische Forints zurück. Auf dem Konto verbleiben anschließend lediglich die Ungarischen Forints.
CRV
Chance/Risiko-Verhältnis: beschreibt das Verhältnis der Gewinnchance (Kursziel) gegenüber dem Verlustrisiko eines Trades (Stoplevel). Bei einem CRV von 2:1 hat man beispielsweise die Chance auf einen doppelt so hohen Gewinn wie bei einem Verlust.
Delta
Das Delta ist eine Sensitivitätskennziffer von Optionen und zeigt die Veränderung des Optionsschein-Preises im Verhältnis zur Veränderung des Basiswert-Kurses.
Direkte Quotierung
Eine Quotierung, die angibt, wie viele Einheiten der heimischen Währung man für eine EInheit der fremden Währung erhält (zum Beispiel 1 USD = 0,8 EUR) Indirekte Quotierung ->
Diversifikation
Das Setzen auf mehrere Positionen gleichzeitig beziehungsweise auf verschiedene Asset-Klassen, Sektoren etc. um eine Risikostreuung zu erreichen.
Drawdown
Kapitalrückgang aufgrund von Verlusten in einem Konto, bzw. zwischenzeitliche Verlustphase einer Strategie.
EONIA
Der European Overnight Index Average ist der geschäftstäglich ermittelte Übernacht-Durchschnittszins von rund 50 Kreditistituten aus dem Euro-Raum und einigen Nicht-EU-Banken.
Exchange Rate
Siehe Wechselkurs ->
Exotics
Siehe Minors ->
Flat
Flat ist im Fachjargon, wenn keine Position (mehr) offen ist. Long ->, Short ->
Foreign Exchange Market (Forex)
Englische Bezeichnung für den Devisenmarkt. Devisen werden primär im Interbankenmarkt -> gehandelt. Generell lässt sich zwischen Kassa -> und Termingeschäften -> unterscheiden.
Forward
Siehe Termingeschäft ->
Fx-Broker
Ein Broker, der für Privatpersonen den Handel mit Devisen (Währungen) anbietet.
Geldkurs
Preis bzw. Wechselkurs, zu dem die Basiswährung verkauft werden kann. Briefkurs ->
Gleitender Durchschnitt
Ein gleitender Durchschnitt ist ein ist ein häufig verwendeter Indikator, der den Durchschnittskurs eines Wertpapiers über einen bestimmten Zeitraum angibt. Dafür teilt man die Summe der Kurse oder Indikatorwerte des Berechnungszeitrums durch die Anzahl der Handelstage im Berechnungszeitraum.
Hebelprodukt
Ein Derivat, mit dem ein Anleger überproportional an steigenden oder fallenden Kursen eines Basiswertes partizipieren kann.
Hedging
Hedging ist das Absichern einer bestehenden Position gegen Kursschwankungen, zum Beispiel durch eine entgegengesetzte Position oder ein Optionsgeschäft.
Indirekte Quotierung
Quotierung, die angibt, wie viele Einheiten der fremden Währung man für eine EInheit der heimischen Währung erhält (zum Beispiel 1 Euro = 1,25 US-Dollar) Direkte Quotierung ->
Innerer Wert
Wert einer Option im Fall der sofortigen Ausübung. Call: aktueller Kurs - Basispreis; Put: Basispreis - aktueller Kurs.
Interbankenmarkt
Informelles Netzwerk zwischen Banken und weiteren Finanzinstituten, in dem Devisen Over the Counter -> gehandelt werden.
ISO-Code
Der ISO-Code ist ein Internationaler Standard für die Abkürzung von Währungen mit drei Buchstaben, z. B. USD für US-Dollar und GBP für Britisches Pfund.
Kassageschäft
Handel von Devisen per Kassa, das heißt, die Fälligkeit des Geschäfts beträgt zwei Bankentage.
Konsolidierung
In einer Konsolidierung bewegt sich der Kurs eines beliebigen Basiswerts unter Schwankungen, in einem Aufwärtstrend abwärts oder seitwärts und in einem Abwärtstrend aufwärts oder seitwärts.
Korrelation
Verhältnis des Gleichlaufs zweier Datenreihen zueinander. -1 = exakt gegenläufig, 0 = unabhängig, 1 = exakt gleichläufig. Die großen Indizes DAX, Dow Jones, S&P und Nasdaq korrelieren in der Regel mehr oder weniger stark miteinander. Dollar und Rohstoffe korrelieren in der Regel gegeneinander.
Leerverkaufen
Eingehen einer Short-Position (setzen auf fallende Kurse).
Limit-Order
Bedingter Auftrag, der erst ausgeführt wird, wenn der Preis unter (Limit-Kauforder) bzw. über (Limit-Verkaufsorder) einer bestimmten Marke notiert. Stop Order -> , Market Order ->
Long
Long ist die Position in einer Währung, mit der auf eine Aufwertung spekuliert wird. Flat -> , Short ->
Lot
Standard-Handelsgröße über einen Forex-Broker (100.000 Einheiten der quotierten Basiswährung). Ein Standard-Lot ist eine Kauf- oder Verkaufsgröße. Wenn Sie 1 Lot EUR/USD kaufen, und ein 100:1 Hebel verwenden, dann kaufen Sie 100.000 EUR/USD. Aber da Sie mit einer Hebelwirkung von 100:1 handeln, ist der gehebelte Wert 1.000 EUR/USD oder 1 Standard Lot. Wenn Sie ein Mini-Lot handeln, dann kaufen Sie 10.000 EUR/USD und der gehebelte Wert ist 10.000 EUR/USD oder 1 Mini-Lot. Ohne richtiges Risikomanagement kann die hohe Hebelwirkung zu großen Verlusten als auch Gewinnen führen. Mini-Lot ->
MACD
Der Moving Average Convergence/Divergence (MACD)-Indikator berechnet sich aus der Differenz von zwei unterschiedlich langen exponenziell geglätteten Gleitenden Durchschnitten. Der Indikator kann Trendphasen und bevorstehende Trendwechsel identifizieren.
Majors
Sammelbegriff für die am aktivsten gehandelten Währungen. Das sind US-Dollar, Euro, Japanischer Yen, Britisches Pfund und Schweizer Franken. Minor ->
Margin
Benötigte Sicherheitsleistung (Einlage) bei einem Broker, um handeln zu können.
Market to Market
Bewertung aller offenen Positionen zum aktuellen Marktpreis. Profit and Loss ->
Market Maker
Marktteilnehmer, der auf eine gestellte Quotierung handelt.
Market Order
Auftrag, der ohne Verzögerung zum Bid -> beziehungsweise Ask -> ausgeführt wird. Limit-Order ->, Market Order ->
Mini-Lot
Reduzierte Handelsgröße über einen Forex-Broker (10.000 Einheiten der quotierten Basiswährung). Wird meist von Anfängern genutzt. Lot ->
Minors
Währungen mit lediglich geringer bis mittelmäßiger Handelsaktivität. Siehe auch Majors ->
Momentum
Das Momentum (als Indikator) errechnet sich durch Subtraktion eines Kurses vor x Tagen vom aktuellen Kurs. Der Indikator erlaubt Aussagen über die Trendrichtung und Trendgeschwindigkeit eines Marktes.
Optionsschein
Optionsscheine sind verbriefte (das heißt als Wertpapier gestaltete) Optionen.
Outright Forward
Kontrakt, eine Währung zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem bestimmten Wechselkurs zu kaufen oder zu verkaufen (Terminkontrakt). Kassageschäft ->
Over the Counter (OTC)
Den direkter Handel zwischen zwei Institutionen nennt man OTC. CFDs werden OTC gehandelt.
Pip
Kleinste mögliche Bewegung eines Wechselkurses und vierte Nachkommastelle. Bei Währungspaaren mit dem Yen die zweite Nachkommastelle.
Pivotpunkte
Mithilfe von Pivot-Punkten, die sich aus Hoch, Tief, und Schlusskurs der Vorperiode errechnen, können Unterstützungen und Widerstände ausfindig gemacht werden, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.
Primärmarkt
Der Primärmarkt (Emissionsmarkt) ist der Teil des Kapitalmarktes, an dem neu aufgelegte Wertpapiere (zum Beispiel Aktien und Anleihen) emittiert werden.
Profit and Loss
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus offenen Positionen.
Pullback
Kursrücksetzer
Put
Option auf fallende Kurse. Gegenteil von Call ->
Quotierung
Geld -> und Briefkurs -> für ein Währungspaar, zu dem ein Market Maker -> bereit ist zu handeln.
Rollover
Verlängerung einer offenen Position. Die Valuta -> wird mithilfe eines Swaps -> in die Zukunft verschoben.
Saisonalität
Kalenderabhängige Renditeanomalien. Saisonalitäten kann man sich für seine Handelsstrategie zu Nutze machen, indem man sich bevorzugt in Richtung der vorherrschenden Saisonalität positioniert.
Short
Position in einer Währung, mit der auf eine Abwertung -> spekuliert wird. Flat ->, Long ->
Slippage
Eventuell zusätzlich entstehende Kosten bei Kauf oder Verkauf durch Schlechtausführung der Order oder durch einen schnellen Markt. Man unterscheidet positive und negative Slippage. Gute Broker geben die positive Slippage an den Kunden weiter.
Spread
Differenz zwischen Geld -> und Briefkurs ->
Stop-Order
Bedingter Auftrag, der ausschließlich dann ausgeführt wird, wenn der Preis über einer bestimmten Marke notiert (Stop-Kaufauftrag) beziehungsweise unter eine gewisse Marke fällt (Stop-Verkaufsauftrag). Limit-Order ->, Market Order ->
Swap
Swap ist ein Kontrakt, eine bestimmte Währung für eine bestimmte Zeit zu tauschen. Der Halter der geringer verzinsten Währung wird von dem anderen Geschäftspartner dafür entschädigt. Dadurch entstehen Overnightgebühren bzw. -gutschriften.
Swing-Trading
Trading-Stil, bei dem Positionen zwischen einem und zehn Tagen gehalten werden.
Termingeschäft
Handel von Devisen per Termin, das heißt, die Fälligkeit des Geschäfts beträgt mehr als zwei Bankentage.
Underlying
Zugrunde liegender Basiswert.
Valuta
Datum des Erfüllungszeitpunktes eines Devisengeschäftes.
VIX
Der Volatilitätsindex misst die implizite Volatilität eines Börsenindex, also dessen aktuell von dem Marktteilnehmern für einen gewissen Zeitraum in der Zukunft erwartete Schwankungsintensität.
Volatilität
Die Volatilität misst die Schwankungsbreite eines Marktes. Daher kann dieser Indikator auch als Risikoindikator gesehen werden.
Volumen
Gehandelte Stückzahl, zum Beispiel einer Aktie pro Zeiteinheit. Im Devisenhandel in Lot: Microlot (0.01), Minilot (0.1) und ganze Lot (1). Ein Lot entspricht 100.000 Einheiten einer Währung.
Wechselkurs
Der Wert einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung. Gibt das Tauschverhältnis zwischen beiden Währungen an.
Widerstand
Steigt ein Markt auf ein (nahezu) gleiches Niveau und kehren die Kurse an dieser Stelle wiederholt um, handelt es sich gemäß der Technischen Analyse um einen Widerstand.
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