Devisen handeln und Fehler vermeiden

Fehler vermeiden

Vor allem Anfänger begehen auf dem Devisenmarkt häufig dieselben Fehler, die oftmals zu großen Verlusten führen. Viele dieser Fehler führen dazu, dass der Trader Verluste macht und irgendwann den Spaß am Devisenhandel verliert. Dabei sind diese Fehler durchaus vermeidbar, zum Beispiel das Platzieren einer Stop-Loss-Order. Der Stopp dient zur Begrenzung des Verlustes und zur Gewinnsicherung. Die Stop-Loss-Order wird mit einem Limit unter dem aktuellen Kurs versehen. Wenn der Kurs nun an den Stopp oder darunter fällt, wird zum nächsten Kurs verkauft. Falls Fragen oder Probleme auftauchen, sollte man sich grundsätzlich mit dem Support seines Forex-Brokers in Verbindung setzen. Viele dieser Broker bieten Schulungen oder eine persönliche Betreuung, wodurch man potenzielle Fehler im Keim ersticken kann. Daher im Folgenden einige wichtige Punkte, die man vor allem als Einsteiger im Devisenmarkt beachten sollte.

Stop-Loss-Order

Diesen Hinweis gibt fast jeder Forex-Broker. Dennoch wird er von den wenigsten Anfängern wirklich beherzigt. Aus diesem Grund Scheitern wohl auch die meisten Anfänger, wenn sie mit dem Devisenhandel beginnen und durch einen hohen Hebel auf schnelle Gewinne hoffen. Mit dem Platzieren einer Stop-Loss-Order können schnell und einfach große Verluste vermieden werden. Fragen Sie hierzu den Support Ihres Devisenbrokers. So kann man das Risiko seiner Trades begrenzen:

Beispiel
Risikokapital in Euro: 20.000 €
EUR/USD-Kurs: 1.2555
Risikokapital in USD: 25.110 $
akzeptierter Verlust pro Trade: 1 %
entspricht einem Betrag von .. in USD: 251,10 $
Nachdem man nun weiß, dass eine Verlustposition bei etwa 250.00 USD glattgestellt werden muss, wird nun ermittelt, wie viel der Wechselkurs vom Einstiegslevel abweichen darf. bevor der Verlust dem Betrag von 250.00 USD entspricht. Um das herauszufinden, braucht man die sogenannten Pipgrößen. Als Pip wird die kleinste Wertänderung im Wechselkurs bezeichnet. Das Besondere an den Pips im Devisenmarkt ist, dass nur wenige feststehen. Der Großteil kann sich jeden Handelstag ändern. Zumindest dann, wenn Sie andere Währungspaare als EURUSD, GBPUSD, AUDUSD und NZDUSD handeln möchten. Denn in diesen gibt es feste Pipgrößen. Um das Risikomanagement aktuell zu halten, muss man in einem zweiten Schritt die Pipgrößen kontrollieren, die zur Ermittlung der Stop Level genutzt werden. Die für alle relevanten Währungspaare notwendige Berechnung kann durch Nutzung offener Ressourcen im Internet umgangen werden.

Trading-Häufigkeit

Viele Forex-Broker präsentieren Daten auch im Tick-Bereich. Weil man sich als Anfänger von der Beobachtung eines kurzen Zeitrahmens mehr Signale verspricht, verlassen viele den eigentlichen Zeithorizont und setzen auf eine kürzere Zeitspanne. Dies ist sehr verführerisch, da man innerhalb der kürzeren Zeitspanne viel mehr Trading-Signale erhält und dadurch dazu neigt, ständig zu traden. Um einer langfristig erfolgreichen Strategie zu folgen, ist es empfehlenswert, einen größeren Zeitrahmen zu beobachten. Anfänger berücksichtigen dies meist zu Anfang, erliegen dann aber schnell dem Reiz des Tradens in kürzeren Frequenzen.

Zeithorizont festlegen

Zwischen der gehandelten Strategie und dem Zeithorizont sollte es in der Regel einen Fit geben, den man als Trader betrachtet. Richtet sich der Trader beispielsweise nach der Fundamentalanalyse, dann sollte man ein Minuten-Chart ausschließlich bei der Veröffentlichung eines bedeutenden wirtschaftlichen Ereignisses konsultieren. Die Zeit, die man aufwendet, um den Markt zu beobachten sollte im Verhältnis zum Zeitfenster stehen, das man betrachtet. Mit Wochencharts oder Tagescharts sollte man folglich nur dann arbeiten, wenn man nur einmal täglich tradet.

Bestimmung von Positionsgrößen

Die Bestimmung der Positionsgröße ist ein Hauptgrund, den viele erfolgreiche Trader für ihren Erfolg verantwortlich machen. Bei der Positionsgrößenbestimmung geht es - wieder der Name schon sagt - um die Systematische Bestimmung der gehandelten Positionsgröße. Damit versucht der Trader, das Risiko, welches er in jeder Position eingeht, konstant zu halten. Als Anfänger geht man hier oftmals nach seinem Bauch, anstatt sich auf seine Positionsgröße zu verlassen. Dadurch entsteht ein variierendes Risiko.

Durch eine gute Positionsgrößenbestimmung wird man noch nicht zum Supertrader, man geht allerdings sicher, dass man wahrscheinlich auch noch in einigen Jahren Forex-Trader sein wird und nicht sein gesamtes Geld an der Forex verzockt hat.

Wahrung der Disziplin

Viele Anfänger scheitern nach einiger Zeit, weil sie ihre Handels-Strategie nicht diszipliniert einhalten. Anstatt sich nach der erarbeiteten Strategie zu richten, erliegen sie dem Reiz des Tradens und handeln einfach drauflos. Daher ist es zu empfehlen, sich seine Trading-Strategie aufzuschreiben und sich konsequent daran zu handeln. By the way: Erfolgreiche trading-Strategien können sehr wertvoll sein und werden oftmals für viel Geld verkauft. Allerdings sollte man sich blind auf die Aussagen des Verkäufers verlassen, sondern die angepriesene Strategie über einen längeren Zeitraum beobachten.

Richtiges Money-Management

Ob es sich nun um eine Spekulation auf Aktien oder Devisen handelt, die Grundlagen für ein richtiges Money-Management sind immer gleich.

Verfügbares Kapital festlegen

Zunächst muss man festlegen, wie viel Kapital man für die Spekulation zur Verfügung hat. Dabei sollte man auf keinen Fall sein ganzes Kapital einsetzen, sondern über mehrere Anlageklassen wie Anleihen, Gold und Immobilien streuen. Auch eine Cash-Reserve für unerwartet gute Kaufgelegenheiten oder finanzielle Belastungen ist wichtig. Selbstverständlich sollte man seine Spekulationen niemals auf Kredit durchführen!

Maximales Risiko pro Position

Anschließend wird festgelegt, wie viel pro Engagement riskiert wird. Dabei hat sich die 1%-Regel bewährt: Bei einem Börsenkapital von 100.000 Euro sollte der Verlust pro Position also 1000 Euro nicht übersteigen.

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