Social Trading

Mit Social Trading aus der Niedrigzins-Falle.

fxprimus

Das Thema automatisiertes Traden und Social Trading interessiert immer mehr Menschen. Vor allem in Zeiten, in denen Banken anfangen, negative Zinsen auf Spareinlagen zu kassieren ist es an der Zeit, über alternative Formen der Geldanlage nachzudenken. Mario Draghi, der Vorsitzende der Europäischen Notenbank EZB treibt ein gefährliches Spiel. Durch die Null-Zinspolitik werden nicht nur Sparer und Anleger enteignet, sondern auch die Altersvorsorge kommt in Gefahr, da Anleihen kaum noch die versprochenen Zinsen abwerfen. Social Trading bietet sich dafür an. Der Börsenhandel gilt allgemein als risikoreich und hochspekulativ. Doch was, wenn man sich einem Anlage-Profi wie Stefan Risse anschließen könnte, der aus jahrelanger Börsenerfahrung genau weiß, wie man sowohl von fallenden wie auch steigenden Kursen gleichermaßen profitieren kann? Was, wenn man einen solchen Trader völlig kostenlos abonnieren könnte, weil er alleine über den Spread des gehandelten Produktes entlohnt wird? Was, wenn ein solcher Trader, selbst wenn er nur unterdurchschnittlich tradet, Renditechancen von 8 Prozent pro Jahr weit in den Schatten stellt? Social Trading heißt die Lösung. Wer von den unglaublichen Renditechancen an der Börse profitieren möchte, muss nicht zwangsläufig selbst, also diskretionär traden. Mittlerweile gibt es eine Fülle an automatischen Trading-Lösungen. Dabei sind im Wesentlichen 2 Kategorien zu unterscheiden: Expert Advisor, also automatisierte Handelssysteme (EAs) und Managed Accounts (menschliche Trader). Die drei derzeit bekanntesten, größten und beliebtesten Social Trading-Plattformen, auf denen teilweise auch EAs betrieben werden können, heißen: ayondo (<- mehr Informationen) eToro (<- mehr Informationen) und ZuluTrade (<- mehr Informationen). Die Konten sind dabei auch für Privatanleger geeignet und können ab 100 Euro eröffnet werden. Sie eigenen sich aber natürlich auch für eine professionelle Geldanlage von 50.000, 60.000 oder 100.000 Euro. Dies ist möglich, weil die Positionsgrößen der Profi-Trader auf die eigene Kontogröße herunter- oder hinaufgerechnet werden. Geht also ein Profitrader auf seinem Konto mit einer Größe von 200.000 Euro eine Position über 3 Standard-Lot ein, wird diese Positionsgröße auf ein Follower-Konto mit 2000 Euro auf 3 Microlot heruntergerechnet, um das Konto nicht zu überhebeln.

Expert Advisor

Während Expert Advisor nichts anderes sind als automatische Trading-Systeme, die ihre Trades automatisiert auslösen, also z. B. bei einer bestimmten Konstellation von Indikatoren und Oszillatoren, können auf einem Managed Account entweder diese EAs oder aber menschliche Profi-Trader eingesetzt werden, um die Einlage des Kunden zu vermehren. So kann heute jeder Privatanleger seinen eigenen kleinen Hedgefonds gründen und sich unabhängig machen von den niedrigen Zinsen, die heute noch am Kapitalmarkt für Einlagen und Staatsanleihen gezahlt werden.

Social Trading

Soial Trading hingegen entspricht dem klassischen Prinzip eines Managed Accounts. Hier kann man sich aus einer Fülle erfahrener Trader und/oder EAs die am besten performenden aussuchen und ihre Trades "kopieren". Die drei bekanntesten und größten Social Trading Netzwerke heißen eToro (nur menschliche Trader) ayondo (nur menschliche Trader) und ZuluTrade (menschliche Trader und EAs). Durch das Ausnutzen der sogenannten "Schwarmintelligenz" kann man sich hier als Anleger oder Investor einen Vorteil verschaffen. Über die Social Trading Plattform kann man sich mit anderen Tradern austauschen, Strategien lernen oder die Trades anderer Trader einfach kopieren und sich so ein profitables Trader-Portfolio aus verschiedenen Tradern zusammenstellen, um sein Risiko zu diversifizieren. Das Prinzip der "Schwarmintelligenz", bekannt aus der Soziologie, Naturwissenschaft und Informatik wird hier auf die Finanzmärkte übertragen. Es lautet: Je mehr Individuen mitmischen, desto besser das Ergebnis. Nur so schaffen es beispielswiese Ameisen, gemeinsam riesige Kolonien zu bilden oder Schwarmfische, sich in der Gemeinschaft gegen einen Feind zu verteidigen und die Intelligenz der Masse für sich zu nutzen. Das ist ayondo:

Privatanleger vs. Fondsexperten

Wer hat bisher noch nicht den ein oder anderen "todsicheren" Anlagetipp vom Bankberater seines Vertrauens bekommen und ist damit glorreich gescheitert? Fast jeder. Die Statistik zeigt, dass erstaunlicherweise sehr viele Menschen ihrem Bankberater vertrauen, nur weil dieser einen Anzug trägt und Fachwissen vorgaukelt. Dass er für den Verkauf eines Fondsprospekts eine gewisse Provision erhält, auf die Idee kommt der durchschnittliche Bankkunde nicht. Jeder, der schon einmal versucht hat, bei seiner Hausbank ordinäres Anlagegold zu kaufen, wird die ungläubigen Blicke der Bankangestellten kennen, die alles versuchen werden, einem dieses "schreckliche Investment" wieder auszureden, auf das es keine Zinsen (und keine Provision für den Bankangestellten) gibt. Eine Studie der DWP Bank legt jedoch Interessantes offen: Privatanleger handeln in der Regel insgesamt intelligent und antizyklisch. Durch das Wissen, was über das Internet verfügbar ist, lassen sich Anlageentscheidungen heute schnell kanalisieren und führen dazu, dass die Masse der Privatanleger eher richtig liegt als ein einzelner selbsternannter Anlageexperte. Auf Social Trading Plattformen werden diese Erfahrungen gebündelt und können von der Allgemeinheit genutzt werden. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, wie von Professor Sandy Pentland vom MIT oder von der Uni Bochum fördern die Erkenntnis zutage, dass Social Trading insgesamt zu einer Verbesserung der Erträge führt. Auch für Trader hat es einen Vorteil, sich in einer Social Trading Plattform einzubringen. Denn plötzlich sitzt er nicht mehr abgeschottet daheim hinter seinem PC, sondern er kann sein Wissen und seine Trading-Signale teilen und erhält dafür eine gewisse Entlohnung über den Spread.

Social Trading als neuer Trend

Noch ist der neue Trend nicht bis zu jedem Anleger durchgedrungen. Doch immer mehr Menschen ziehen ihr Geld von den zinslosen Spar- und Tagesgeldkonten ab, um eine höhere Rendite zu erzielen. Die Nutzung der Social-Trading-Plattformen wächst rasant, wie die steigenden Nutzerzahlen belegen. So tummeln sich bereits 3,6 Millionen Nutzer auf der größten Social Trading Plattform eToro mit 128 Mio. abgesetzten Trades und mit jedem neuen Nutzer steigt die Trading-Kompetenz des Kollektivs.

Die richtige Trader-Auswahl

Doch Vorsicht vor überzogenen Vorstellungen. Daytrading ist ein riskantes Geschäft, wofür man viel Erfahrung und psychische Stärke braucht. Um sich also einen oder mehrere Top-Trader auszuwählen, muss man seinen Blick schon auf diverse Kriterien lenken: Die Verlustphase (Draw Down) sollte möglichst gering sein. Jeder Trader macht auch mal Verluste, diese sollten allerdings immer kleiner sein, als die Gewinne. Zeitlicher Aspekt: Der Trader sollte möglichst schon ein paar Jahre auf der Plattform handeln und mehrere hundert Trades abgesetzt haben. Nur so kann man Personen ausfiltern, die aus reinem Glück ein oder zwei Positionen geöffnet haben und damit zufällig richtig lagen. Profitabel zu traden ohne eine richtige und konsequente Strategie ist unmöglich. Performance: Letzten Endes zeigt uns natürlich die Performance-Kurve, was ein Trader im Laufe eines Zeitraums x aus seiner Einlage gemacht hat. Doch auch hier gilt, dass diese Performance-Kurve umso aussagekräftiger ist, je mehr Trades abgesetzt wurden und je länger der Trader schon dabei ist. Hüten Sie sich vor "Eintagsfliegen", die nur 1 - 2 Trades gemacht haben. Letzten Endes gibt auch die Zahl der Follower Auskunft darüber, wie gut oder wie schlecht ein Trader ist. Doch auch diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen, immerhin kann es eine Weile dauern, bis ein Trader all seine Follower wieder verliert, weil er unprofitabel wird. Nicht jeder Follower springt gleich bei ein paar Fehltrades ab, was ja auch richtig ist. Wer sich unsicher ist, ob er einem bestimmten Trader folgen soll oder nicht, kann über das Social Trading Netzwerk auch einfach eine Diskussion mit ihm beginnen und ihn nach seiner Strategie oder seinem Money Management fragen. Eine gute Strategie ist es auch, einen eigentlich profitablen Trader zu "pausieren", sobald seine Performancekurve in den DrawDown übergeht und sich wieder anzukoppeln, wenn sein Handeln Profite abwirft. Die Wahl der Anlageklasse(n) des Traders ist dabei völlig irrelevant. Ein Trader, der von Aktien über Indizes bis Rohöl alles mögliche handelt muss nicht zwangsläufigbesser sein als einer, der sich beispielsweise nur auf den EURUSD spezialisiert hat. Oftmals ist das Gegenteil der Fall und Trader, die sich auf eine bestimmte Anlageklasse spezialisiert haben (wie Aktien, Devisen oder Indizes) handeln diese dann besonders gut.

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