Trend- und Seitwärtsphasen identifizieren

Im heutigen Video-Tutorial möchte ich zeigen, wie wichtig es ist, dass man Trend- und Seitwärtsphasen unterscheiden kann und dass man für beide Phasen unbedingt verschiedene Trading-Strategien braucht. Andernfalls werden die aufgelaufenen Gewinne aus den Trendphasen in den Konsolidierungsphasen schnell wieder vernichtet.

Der Markt kennt nur 2 Phasen: Trendphase und Konsolidierungsphase. Trendphasen sind dadurch gekennzeichnet, dass sich permanent höhere Hochs und höhere Tiefs ausbilden, bzw. tiefere Hochs und tiefere Tiefs. In Seitwärtsphasen ist das nicht mehr der Fall – plötzlich bleiben die Hochs oder Tiefs auf einer Höhe. Spätestens hier müssen beim Trader alle Alarmglocken angehen und er muss vom „Trendmodus“ in den „Konsolidierungsmodus“ schalten. Der Markt sondiert in solchen Seitwärtsphasen, ob er die eingeschlagene Richtung wieder aufnimmt oder ob er einen Trendwechsel vollzieht. Wofür er sich entscheidet, das zeigt am Ende der Konsolidierungsphase die bis dahin ausgebildete Chartformation.

Trend- und Seitwärtsphasen

Trend- und Seitwärtsphasen
Trend- und Seitwärtsphasen wechseln sich permanent ab. Um erfolgreich zu traden ist es unabdingbar, für Seitwärtsphasen entweder eine eigene Strategie zu traden oder den Handel so lange auszusetzen, bis sich ein neuer Trend etabliert hat. Nur so kann man sein Depot effektiv vor Verlusten schützen.

Eine Seitwärts-Strategie

Während man Trendphasen recht einfach nach Buy & Hold-Strategie und/oder mit dem Mittel der Pyramidisierung traden kann, braucht man für den Konsolidierungsmarkt eine eigene Trading-Strategie, die auf einen Seitwärtsmarkt ausgerichtet ist. Hierzu eignen sich ausschließlich kurze Scalp-Trades, die man an relevanten Unterstützungen und Widerständen ausführt. Psychologisch betrachtet sollte man sich in solchen Phasen einen gewissen Geld- oder Punktebetrag für jeden Tag vornehmen, den man erreichen möchte, der aber natürlich nicht zu hoch gesteckt sein sollte, denn immerhin ist die Trading-Range in einem Seitwärtsmarkt eng begrenzt.

Trendphasen mit dem ADX ausfiltern

Mithilfe des ADX-Indikators (Average Directional Movement Index) können wir Trend- und Konsolidierungsphasen voneinander unterscheiden. Dieses Vorgehen bewährt sich vor allem dann, wenn wir einen Expert Advisor programmieren (lassen) oder noch unsicher im Erkennen von Chartmustern sind. Der ADX sagt gibt uns folgende Hinweise:

  • Steigt der ADX über 30, so läuft der Markt in einen Trend,
  • fällt er unter 30, kommen wir in eine Konsolidierungsphase,
  • fällt er unter 15, steht eine Entscheidung (Long oder Short-Ausbruch) unmittelbar bevor, wobei der ADX nicht anzeigt, in welche Richtung es gehen wird.

Trading-Roboter (EAs) kann man somit dahingehend programmieren, dass sie nur Trendphasen mit einem ADX von über 30 handeln und in Seitwärtsphasen den Handel entweder ganz einstellen oder auf eine andere Strategie zurückgreifen.

Video-Tutorial: Trend- und Seitwärtsphasen identifizieren

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