Im Mai 2012 läuft das britische Programm zum Ankauf von Staatsanleihen aus. Noch hält die BoE an ihrer aktuellen Geldpolitik fest. Doch die Fed und auch die EZB haben mächtig vorgelegt und streuen frische Scheine in Massen unters Volk. Die eigentlichen Währungshüter pumpen verzweifelt Milliarden in das marode Finanz- und Wirtschaftssystem, um es irgendwie am Laufen zu halten. Kurzfristig sogar mit Erfolg.
Nach zahllosen Krisengipfeln sollte ein Zusammentreffen der EU-Spitzenvertreter am Donnerstag endlich eine langfristige Lösung zur Rettung des hochverschuldeten Griechenland herbeiführen. Im Vorfeld hatten sich die beiden größten europäischen Wirtschaftsmächte Deutschland und Frankreich auf eine gemeinsame Linie für das zweite Griechenland-Rettungspaket geeinigt.
Auch wenn es in Deutschland (noch) ganz gut aussieht – Euroland ist abgebrannt. Bei genauer Betrachtung pfeifen Griechenland und Portugal auf dem letzten Loch. Schaffen die beiden EU-Sorgenkinder den Sprung in ein sorgenfreies Leben oder bleibt letzten Endes doch nur ein Austritt aus der Währungsunion?
Der Euro hat eine turbulente Woche hinter sich. Portugal hat sich offziell unter den EU-Rettungsschirm gekuschelt und die EZB hat sich dazu entschlossen, erstmals die Zinsen seit 2008 zu erhöhen.
Die Fed hat China im Januar 2011 als größten Besitzer von US-Staatsanleihen abgelöst. Der Bestand der Fed an Bonds und Geldmarktpapieren liegt inzwischen bei 1,1 Billionen Dollar.
Finanzexperten rechnen derzeit damit, dass die EZB den Leitzins für den Euro-Raum in den nächsten 12 Monaten auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen wird.


