Hier gibt es alle wichtigen Charts, die man für einen erfolgreichen Handel mit Devisen, Öl und Rohstoffen benötigt. Auf dieser Seite erfahren Sie die Grundlagen der Technischen bzw. Chartanalyse. Einige Broker bieten auch den Handel mit Rohstoffen wie Gold, Silber, Platin, Palladium, Öl und anderen Gütern.
Wählen Sie oben links die gewünschte Währung oder den gewünschten Rohstoff (Gold/Silber). Links unten können Sie die Darstellungsform wählen: Candlestick oder Liniendiagramm. Dieses Chart versorgt Sie mit Informationen über den Eröffnunskurs, Schlusskurs, Höchst- und Tiefstpreise.
Die Charttechnik zu beherrschen bedeutet nicht nur erfolgreich Devisen handeln zu können, sondern auch Aktien und andere Anlageklassen. Anleger, die vor dem Einstieg ihre Chancen und risiken genau analysieren, verbessern ihre Erfolgschancen drastisch. Von einigen Anlegern wird die Chartanalyse oftmals als esoterisch abgetan, weil man angeblich aus Daten, die auf die Vergangenheit beruhen nicht auf eine zukünftige Entwicklung schließen könne. Dennoch ist es eine Tatsache, dass diese Technik funtioniert. Eine genaue Prognose des künftigen Kurses ist mithilfe der Chartanalyse zwar nicht möglich, dennoch können Anleger mit einer erfolgreichen Anwendung bessere Ergebisse erzielen also solche, die nur auf fundamentale Daten zurückgreifen. Dies gilt besonders bei spekulativen kurzfrisitigen Aktionen am Markt, bei denen es eine wichtige Rolle spielt, das richtige Timing zu erwischen.
Wer Unterstützung und Widerstand ausgemacht hat, ist schon einen Schritt weiter in der Chartanalyse. Als nächstes muss der Trend identifiziert werden. Kurse können immer in einem Aufwärts-, Abwärts-, oder Seitwärtstrend verlaufen. Wenn sich die Notierungen seit Monaten aufwärts bewegen, sprechen Börsianer von einer Hausse. Fallende Notierungen werden im Gegentz als Baisse bezeichnet. Neben den drei Richtungen, die ein Trend also haben kann, wird er zusätzlich noch nach seiner zeitlichen Dauer unterschieden. Dabei gibt es die Bezeichnungen kurzfristiger, mittelfristiger und langfristiger Trend. Eine exakte zeitliche Abgrenzug gibt es allerdings nicht. Die Übergänge sind fließend. Als grobe Orientierung kann man sagen, dass ein langfristiger Trend ab einem Zeitraum von länger als einem Jahr vorliegt, ein mittelfristiger bis zu zwölf Monate dauert und ein kurzfristiger höchstens einen Monat. Jeder Trend ist dabei Teil des jeweils übergeordneten längeren Trends. Versierte Anleger behalten zudem das Handelsvolumen im Auge. Als Faustregel gilt, dass der Umsatz immer in Richtung des bestenenden Trends ansteigen sollte. Ein Aufwärtstrend sollte somit immer von einem ansteigenden Volumen begleitet werden.
Oberhalb eines Trends bilden sich oftmals unterschiedliche Chartformationen aus. Dazu gehören die Flagge, das Rechteck und das steigende oder fallende Dreieck. Im Unterschied zu Umkehrformationen stellen diese nur nur eine Art Verschnaufpause des Marktes dar und zeigen an, dass die nächste Kursbewegung in dieselbe Richtung verlaufen wird wie der Trend, der vor der Formation dominierte. Außerdem erstreckt sich die Zeitdauer der Ausbildung normalerweise auf nur wenige Wochen. Die Formation ist beendet, wenn die obere oder untere Begrenzungslinie durchbrochen wurde. Der Ausbruch sollte dabei von einem merklichen Anstieg des Volumens begleitet werden. Innerhalb eines langfristigen Trends muss es allerdings nicht zwangsläufig zur Ausbildung einer oder mehrerer Fortsetzungsformationen kommen. Langfristige Trends können sowohl mehrere Fortsetzungsformationen eines Typs beinhalten als auch verschiedene Ausführungen.
Für den richtigen Ein- und Ausstieg muss man als Anleger Trendbrüche genau verfolgen. Wenn der Kurs einen langfristigen Trend durchbricht, kann das ein Zeichen für einen bevorstehenden Trendwechsel sein. Daher sollte man vor allem darauf achten, wenn langfristige Trendlinien verletzt werden. Dennoch gilt zu beachten, dass nicht jeder Durchbruch auch einen Trendwechsel zur Folge haben muss. Als Grundsatz gilt, dass ein Schlusskurs auf Wochenbasis signifikanter ist als auf Tagesbasis und dass eine Verletzung auf Intrady-Basis weniger gravierend ist als eine auf Schlusskursbasis. Einige Trader verwenden als Filter auch bestimmte Kurs- oder Zeiträume, mit denen ein Durchbruch von einem Fehlsignal unterschieden wird. Neben dem Bruch einer Trendlinie können sich Trendwechsel auch durch Umkehrformationen ankündigen. Voraussetzung für eine Umkehrformation ist das Vorliegen eines Trends. Zu den wichtigsten Formationen zählt der Doppelboden. Diese Formation ist auch als W-Formation bekannt und tritt am Ende einer Baisse auf. Ein Doppelboden ist allerdings erst vollendet, wenn der Kurs über das Zwischenhoch der Formation ansteigt. Im Gegensatz dazu kündigt das Doppelhoch oder die M-Formation das Ende einer Hausse an. Bei einem Doppelhoch löst die Unterschreitung des Zwischentiefs das Verkaufssignal aus. Daneben gibt es mit der Kopf-Schulter-Formation und dem Dreifachboden oder - hoch weitere Formationen, die auf das Ende eines bestehenden Trends deuten.
Die Schwierigkeit, eine bestimmte Kursentwicklung vorauszusehen, besteht für Einsteiger oft darin, dass sie meist nur abgeschlossene Chartbilder vor Augen haben und den Anfang einer Formation noch nicht als solchen erkennen. Deshalb gilt gerade bei der Charttechnik: Übung macht den Meister - und den erfolgreichen (Devisen)-Trader.
Der Finanzexperte Roland Leuschel ist absolut überzeugt von der Charttechnik. Er sah bereits zwei Börsencrashs erfolgreich voraus - den einen im Oktover 1987 und den anderen 1989. Der Markt gibt einem Informationen über die Kursentwicklung, die man selbst nie bekommen könnte. Wenn die Charts und Fundamentals in eine Richtung zeigen, dann erhöht sich die Chance auf einen erfolgreichen Trade auf über 50 Prozent. Das reicht ohne weiteres aus, um mittelfristig und auf lange Sicht hin erfolgreich anzulegen.